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KONA BLOG – Leider nur ein „normaler Boris Tag“

Höhen und Tiefen, Risiko, Hoffen und Kämpfen: Das ist der Ironman auf Hawaii. Boris berichtet persönlich und hautnah wie es ihm am vergangenen Samstag ergangen ist…

Im Sport gibt es Tage, an denen läuft alles wie von selbst. Man übertrifft seine eigenen Erwartung, kommt in einen Flow und wächst über sich hinaus. Als ich die Schwimmgruppe um Sebastian Kienle erstmals halten konnte, meine Beine sich auf dem Rad locker anfühlten und wir gemeinsam durchs Feld pflügten, wähnte ich einen solchen Tag erwischt zu haben und das beim Rennen des Jahres ein Traum.

Allerdings musste ich nach der Hälfte der Radstrecke einsehen, dass ich das Tempo der anderen nicht weiter mitgehen konnte, wollte ich das Finish nicht riskieren. Leider positionierte ich mich in der zerfallenden ehemaligen Spitzengruppe schlecht, sodass ich am Endes des Anstiegs nach Hawi zu den mehrfach Abgehängten gehörte. Gemeinsam mit Frederik van Lierde tat ich mein möglichstes, um den Abstand nach vorne zu begrenzen und die Über-Läufer nicht aufschließen zu lassen. Beides misslang. Meine Durchschnittsleistung war vergleichbar mit der letztjährigen. Aber dieses Jahr habe ich zu Beginn des Radfahrens überzockt, während ich letztes Jahr konstant durchgefahren bin. Im Nachhinein war die Entscheidung das Anfangstempo mitzugehen falsch, aber ich hatte es mir im Vorfeld vorgenommen. Ich erhoffte mir dadurch die Chance auf eine Topplatzierung.

Beim Laufen ging es mir von Beginn an entsprechend schlecht, fand keinen Rhythmus, aber immerhin stimmte zu Anfang noch das Tempo. Ich schleppte mich von einer Verpflegungsstation zur nächsten. Die unbarmherzig brennende Sonne tat ihr übriges hinzu. Auf dem Highway spielten sich Dramen ab. Mich eingeschlossen konnte ich kaum glauben, dass hier die besten Triathleten der Welt unterwegs sein sollten. Ich habe noch nie so oft ans Aufhören gedacht. Aber es gab auch keinen Grund nicht weiter zu laufen. Gesundheitlich ging es mir gut. Insbesondere die ZDF-Hawaiidoku mit den Zieleinläufen der letzten Finisher hat mich stark motiviert. Wenn es keine Geschlagenen gibt, kann es auch keine Sieger geben.

Ein normaler Boris-Tag scheint auf Hawaii zu einer Top10-Platzierung zu reichen. Mit der nun wieder mal recht sicheren Hawaiiquali für 2018 habe ich nun ein Jahr Zeit auf einen besonderen Tag hinzuarbeiten.

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