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KONA BLOG – BORIS STEIN

Wenn man die Ergebnisse der letzten Ironman Weltmeisterschaften von Boris Stein in eine Grafik überträgt und eine Trendlinie zieht, kann man einen eindeutigen Kurs erkennen. Platz 20 bei seinem Debut 2014, 2015 Platz zehn gefolgt von einem starken siebten Platz mit dem besten Radsplit im letzten Jahr. Da er in diesem Jahr als einer der Favoriten gehandelt wird, haben wir uns seine konstante Entwicklung der vergangenen Jahre mal genauer angeschaut. 

„Als Seiteneinsteiger habe ich deutlich weniger Trainingsjahre in den Beinen als meine Konkurrenz. Ich verbessere mich also immer noch alleine durch die Anhäufung von Lebenskilometern.“ 

Boris sieht es als grosses Privileg Profisportler sein zu dürfen und so sein Geld zu verdienen. Dennoch ist das Training in der Natur das Wichtigste für ihn, da er den Sport einfach liebt und genau weiss, was im Leben wirklich wichtig ist.

„Klar will ich gewinnen, aber nicht um jeden Preis. Vielleicht kann ich so den Sport etwas entspannter sehen, mache keine Harakiri-Aktionen und arbeite recht kontinuierlich.“

Ein Teil dieser Einstellung ist die sehr selbstkritische Reflektion seiner eigenen Rennresultate und seiner eigenen Leistung, womit er mit Sicherheit eher eine Ausnahme in der selbstdarstellerischen Welt des Triathlonsports ist. Genau diese kritische Analyse seiner eigenen Leistung hilft ihm, aus den Fehlern zu lernen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

„Ich finde es menschlich, wenn man eigene Fehler eingesteht. Wie soll man sonst erklären, dass man nicht alles gewinnt?“

Natürlich hat auch Boris das klare Ziel eines Tages das Rennen auf Hawaii zu gewinnen, dennoch ist es das primäre Ziel erstmal die maximale Performance am Renntag abzuliefern. Ein klar messbares und beeinflussbares Ziel. Um am Renntag zu 100% bereit zu sein, nutzt Boris die Medientermine gezielt, um die Anspannung vor dem Rennen zu steuern. Motivationsprobleme gibt es bei DEM Rennen des Jahres keine, deshalb beschäftigt er sich in der freien Zeit nicht mit Triathlon und hat auch nur die engsten Familienmitglieder dabei. Eines ist auf jeden Fall sicher: Mit diesem Athleten ist am Renntag zu rechnen!

BORIS’ #FLATOUTFAST MOMENT

„Die entscheidende Phase auf dem Rad beginnt ab Kilometer 120. Bis hierhin können noch alle schnell fahren. Dann trennt sich die Spreu vom Weizen und man weiß, ob man vorne vom Rad steigen wird und wenn sich dann die Beine beim Loslaufen auf dem Alii Drive noch locker anfühlen, kann es ein sehr guter Tag werden.“

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