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KONA BLOG – ANJA BERANEK

Wenn Anja an das Rennen vom letzten Jahr denkt, zaubert es ihr immer noch ein Lächeln ins Gesicht.

„Es war ein kleiner Traum ein Top-10 Ergebnis zu erreichen, aber was ich an diesem Tag erreicht habe, war einfach unglaublich und mehr als ich mir je habe träumen lassen.“

Als einzige Athletin, die an diesem Tag Daniela Ryf auf dem Rad folgen konnte, profitierte sie von der Führung, die die beiden Athletinnen ausbauen konnten und konnte am Ende einen vierten Platz neben den weltbesten Athletinnen des Triathlonsports erreichen. Nur fünf Tage vor dem grössten Erfolg ihrer Karriere hat kaum jemand und am allerwenigsten sie selbst an so ein Ergebnis geglaubt. Eine Erkältung, die sie sich auf dem Flug nach Kona eingefangen hatte, fesselte sie sogar ans Bett und stimmte Anja bezogen auf ihre Leistung nicht gerade zuversichtlich. Aber irgendwie hat sie es geschafft rechtzeitig wieder gesund zu werden und trotz ihrer geringen Erwartungen ein fantastisches Rennen abzuliefern.

“Es war einfach kein Druck da. Alles, was während des Rennens passierte hat mich positiv überrascht und ich konnte das Rennen richtig geniessen.“

Dieses Jahr sieht es anders aus. Anja ist trotz ihres noch nicht ganz zufriedenstellenden Saisonverlaufs eine der Favoritinnen. Es mag Athleten geben, die aufgrund dieser Tatsache und des steigendem Drucks an ihrer Leistung zweifeln, Anja hingegen versucht dies auf positive Art und Weise zu nutzen.

“Ich bin wirklich unheimlich motiviert und brenne einfach nur für Kona. Die Motivation ist wirklich sehr hoch. Ich bin noch frisch im Kopf und habe richtig Lust auf das Rennen. Das ist das wichtigste für so ein Rennen am Ende der Saison.“

Wenn man sich Anjas letzte Ergebnisse ansieht, dann kann ein gutes Selbstbewusstsein die schon vorhandene Motivation nochmals steigern. Der Sieg beim Ironman 70.3 Rügen mit einem sehr sehr schnellen Lauf zeigt, dass sich die harte Arbeit vor allem an der dritten Disziplin so langsam aber sicher auszahlt. Die Verbesserung der Laufleistung war ein sehr wichtiger Teil der diesjährigen Vorbereitung, dennoch gab es viele weitere Details, die in den letzten 12 Monaten nicht ausser Acht gelassen wurden. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung war mit Sicherheit die Verbesserung der Aerodynamik ihrer Sitzposition sowie des Materials im Windkanal. Auch wenn Anja schon eine sehr gute Position auf ihrem Rad hatte, haben viele kleine Veränderungen in Summe zu einem grossen Fortschritt geführt. Diese Veränderungen machen sie nicht nur auf dem Rad schneller, sondern führen auch dazu, dass ihre Läuferbeine in T2 bereit sind für einen schnellen Marathon. Ein weiteres wichtiges Puzzleteil ist auch eine, den Trainingsbelastungen angepasste Ernährung, die auf Anjas jahrelanger Erfahrung als Profi-Triathletin basiert. Einige Dinge sind jedoch gleich geblieben, wie zum Beispiel die finale Rennvorbereitung, die der von 2016 gleicht: Zwei Wochen fokussiertes Training auf Fuerteventura, bevor es zehn Tage vor dem Rennen nach Kona ging.

“Ich denke, dass alle Athleten an einem schlechten Tag zu schlagen sind. Das Schwierige ist nur, dass Daniela fast nie einen solchen schlechten Tag hat!“

Anjas Ziel für die diesjährige Ironman Weltmeisterschaft ist klar. Sie möchte ihre Leistung vom letzten Jahr verbessern und wenn man über das Endergebnis spricht, möchte sie definitiv aufs Podium.

ANJA’S #FLATOUTAST MOMENT

„Der entscheidenden Moment in einem Rennen lässt sich nicht vorhersagen, da jedes Rennen anders ist. Letztes Jahr war es zum Beispiel der Moment als Daniela bei starkem Seitenwind attackiert hat. Während die anderen Frauen ihren Position verändern mussten, bin ich Daniela direkt in Aeroposition gefolgt. Von dem Moment an war es #FLATOUTFAST bis zur Zielline.“

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