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HOLISTIC SUSPENSION – Kapitel 5 – Das Federsystem

Eine Feder ist eine simple Sache: Sie speichert vorübergehend Energie und gibt diese wieder frei, sobald die Last abnimmt. Die Federung muss super sensibel ansprechen,  Gegendruck in der Mitte bieten und gleichzeitig genügend Endprogression aufbauen. Gleichzeitig muss das System leicht und langlebig sein. Erfahre in diesem Bericht, wie das einzigartige Federsystem der F 535 ONE all diese Anforderungen erfüllt.

Die Aufgaben

Es gibt viele Anforderungen, die ein Federsystem erfüllen muss. Anfangs Federweg muss die Federung sensibel ansprechen. Ein geringes Losbrechmoment sorgt dafür, dass dein Vorderrad immer mit dem Untergrund verbunden ist und somit Traktion bietet und alle kleinen Vibrationen, welche deine Arme und Hände ermüden lassen, absorbiert.

In der Mitte des Federwegs muss die Feder dich stützen. Der sogenannte Midstroke Support oder auf Deutsch, Gegendruck in der Mitte, stellt sicher, dass deine Gabel nicht zu tief in den Federweg eintaucht. Würde dies geschehen, würde sich dein Körperschwerpunkt in Richtung Lenker verlagern und die Wahrscheinlichkeit über den Lenker zu gehen, erhöht sich.

Für die harten Einschläge muss deine Gabel dich vor schmerzhaften Durchschläge bewahren. Die Endprogression sorgt dafür, dass die zum Komprimieren erforderliche Kraft am Ende des Federwegs überproportional zum Weg zunimmt und so sicherstellt, dass die Gabel nicht unsanft durchschlägt. Gleichzeitig muss das Federsystem natürlich leicht sein und sich einfach an das Fahrergewicht und den Fahrstil von dir anpassen lassen.

DIE FRANKENSTEINS

Das, was wir Frankensteins nennen, sind im wesentlichen Prototypen von Federsystemen, die so gebaut sind, dass sie wie vorgesehen funktionieren, aber in vorhandene Gabeln sowohl von DT Swiss als auch von Wettbewerbern eingebaut werden können. Die Idee war, ein Gefühl für ein System in einem Chassis zu bekommen, mit dem wir sehr vertraut sind und dieses System dann in die F 535 ONE einsetzen.

Frankenstein Nr. 1
Zwei positive Luftkammern in Reihe kombiniert mit einer negativ Stahlfeder. Die Luftkammer mit dem niedrigen Druck kümmert sich um die kleinen feinen Schläge, während die Kammer mit dem hohen Druck für den Gegendruck in der Mitte und Endprogression zuständig ist.

Frankenstein Nr. 2
Eine Positiv-Stahlfeder für mehr Sensibilität wird mit einer positiven Luftkammer und einem negativen Federsystem kombiniert.

Frankenstein Nr. 3
Frankenstein Nr. 3 ist im Wesentlichen der Prototyp für die Federtechnologie F 535 ONE: Eine positive Stahlfeder kombiniert mit einer positiv- und negativ Luftkammer. Die positive Stahlfeder garantiert das erwünschte Losbrechmoment. Die Kombination mit dem Luftsystem sorgt für das erwünschte Gewicht und die einfache Anpassung an das Fahrergewicht.

Wir bauten nicht ohne Grund drei Frankensteins. Unser Grund war die Idee, ein Federsystem zu entwickeln, das alles andere übertrifft. DIE AUSWAHL: COILPAIR

THE SELECTION

Nach ausgiebigen Tests der drei Frankenstein-Systeme stimmten die meisten Tester (interne und externe Fahrer, Pro- und Durchschnittsfahrer) für ein System: Die positiv-negativ Luftkammer in Verbindung mit der zugeschalteten Stahlfeder. Von den drei getesteten Optionen fühlte sie sich in allen Fahrsituationen am besten an, versprach die einfachste Handhabung. Das System funktioniert zudem mit unserer bestehenden Progressionsanpassung APT, das jedem Fahrer die passende Endprogression einstellen lässt.

COILPAIR
Aufgrund des Losbrechmoments der Stahlfeder (1) wird diese komprimiert, bevor der Luftfederkolben sich überhaupt in Bewegung setzt. COILPAIR erzeugt das Ansprechverhalten einer Stahlfeder mit dem Gewicht einer Luftfeder und bietet dir ultimative Sensibilität.

LINEAIR
Das grosse Volumen der positiven und negativen Luftkammern ist der Schlüssel zur linearen Federkennlinie (2), welche ebenso für den Gegendruck im mittleren Federweg verantwortlich ist. Ein Luft-Bypass gleicht das Luftfedersystem der F 535 ONE Gabel automatisch aus.

APT
Das APT (Adaptable Progression Tune) System ermöglicht eine Anpassung der Progression der Federkennlinie durch einfaches Hinzufügen oder Entfernen eines oder mehrerer Volumenspacer in der Luftkammer der Federgabel. Dies erlaubt dem Biker, die Federkennlinie auf seinen Fahrstil und auf seine Trails anzupassen.

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