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DT SWISS BEI DER BERNER RUNDFAHRT

Jedes Jahr im Mai findet die Berner Rundfahrt mit Start und Ziel in Lyss statt. Man könnte das Rennen auch „inoffizielle DT Swiss Meisterschaft“ nennen, inzwischen ist es nämlich fest in der Saisonplanung vieler DT Swiss Mitarbeiter zu finden. Diesmal erstmals mit dabei – unser Praktikant Dominik. Hier sein Erlebnisbericht.

Auch dieses Jahr fand einmal mehr die Berner Rundfahrt mit Start und Ziel in Lyss statt. Und auch diesmal hatten die DT Swiss Mitarbeiter/innen die Gelegenheit, sich kostenlos für das Rennen einzuschreiben. Ganze 16 DT Swiss Mitarbeiter/innen nutzten diese Möglichkeit und stellten sich der Herausforderung, eine der drei angebotenen Strecken zu bewältigen. Alle drei Strecken führten über die identische Runde, welche den gefürchteten „Frienisberg“ beinhaltete. Bei der Strecke „Race 1“ musste die Rennrunde mit 34 Kilometer Länge und 420 Höhenmeter einmal zurückgelegt werden. Die „Race 2“ Teilnehmer/innen mussten die Runde zwei Mal und die „Race 3“ Teilnehmer/innen sogar drei Mal bewältigen.

RENNVORBEREITUNG

Erster Termin an diesem Tag – ein Foto mit allen DT Swiss Startern. Aufgrund verschiedener und unvorhersehbarer Zwischenfällen, welche vor einem Rennstart wahrscheinlich als üblich angesehen werden müssen, schafften es elf Rennrad verrückte DT Swiss Mitarbeiter/innen auf das Foto. Super Sache!

DT Swiss bei der Berner Rundfahrt

Nach dem Fototermin wurden dann die letzten individuellen Vorbereitungen durchgeführt. Dabei war die übliche „Pre-Race-Nervosität“ merklich zu spüren. Manche montierten ihren Zeittransponder nicht nur um ihre Gabel, sondern auch gleich noch um die Speiche des Laufrades. Andere dachten, der Rennstart wäre eine halbe Stunde später und kamen deswegen auf den allerletzten Drücker und einige merkten Sekunden vor dem Start, dass ihre Vorderradbremsaufnahme locker war. Trotzdem standen alle gemeldeten DT Swiss Teilnehmer/innen pünktlich an der Startlinie.

DAS RENNEN AUS MEINER SICHT

Ich persönlich versuchte mich an der „Race 3“ Strecke. Ebenfalls meine Kollegen Jan Oelerich, Paul Schuler und Michael Riehle. Mein Hauptziel war es, solange wie möglich an der ersten Gruppe dran bleiben zu können. Um das zu erreichen, versuchte ich am Hinterrad von Jan zu fahren. Dieser Plan ging aber eher schlecht als recht auf, da Jan als ehemaliger Rennfahrer das Positionsfahren in einem grossen Feld beherrscht und ich leider nicht. Ich verlor sehr schnell meinen Platz am Hinterrad und fuhr deswegen zu weit hinten platziert zum ersten Mal in den Frienisberg hinein und musste danach schon die erste kleine Lücke schliessen.

Zu Beginn der langen Abfahrt befand ich mich am Ende des ersten Hauptfeldes. Dank der brandneuen ARC 1100 DICUT 62 Laufräder konnte ich mich während der Abfahrt mit Leichtigkeit und innert kürzester Zeit an die Spitze des Feldes zurück kämpfen. Während der Anfahrt zum zweiten Frienisberg Aufstieg begannen schon wieder die Kämpfe um die vordersten Positionen. Auch dieses Mal viel ich innerhalb des Feldes zu weit zurück. Die Konsequenz war eine 50 Meter Lücke zum hintersten Mann der ersten Fahrergruppe, als ich den Bergpreis erreicht habe. Danach beging ich einen monumentalen Fehler. Ich versuchte, mit Hilfe eines zweiten abgehängten Fahrers, die Lücke zum ersten Fahrerfeld, auf Teufel komm raus zu schliessen. Während 15 Kilometer verpulverte ich all meine noch vorhandenen Kräfte. Die Lücke nach vorne konnten wir dennoch nicht schliessen. Als ich dann, schon völlig ausgepowert, von einer von hinten angeflogenen Verfolgergruppe geschluckt wurde, konnte ich im Windschatten ein letztes Mal und gerade noch vor der dritten Frienisberg-Passage, zur Spitze aufschliessen. Ich schaffte es noch knapp zu Jan und zu Paul vor zu fahren, um mich direkt danach völlig ausgelaugt, ein weiteres Mal distanzieren zu lassen. Diesmal jedoch endgültig. Ich brach vollkommen ein und stand förmlich am Berg. Das schlimmste war, dass ich völlig alleine war. Ich quälte mich mit einem minimalen Tempo Richtung Ziel. Jede noch so kleine Welle fühlte sich beinahe wie das Stilfserjoch an. Erst etwa fünf Kilometer vor dem Ziel holte mich eine weitere abgehängte Gruppe ein. Mit dieser konnte ich mich, 9 Minuten hinter dem Sieger, ins Ziel quälen. Jens Voigt meinte einst „Hinten fahren tut genauso weh wie vorne fahren.“ Nach diesem Tag bin ich der Meinung, dass hinten fahren die qualvollste Variante ist, um ein Rennen zu bewältigen;-) Am Ende klassierte ich mich in einem mässigen 66. Rang.

PLATZIERUNGEN DER KOLLEGEN

Zum Glück gab es noch andere DT Swiss Teilnehmer/innen, welche hervorragende und ausserordentliche Resultate einfahren konnten. Jan Oelerich sorgte im „Race 3“ Rennen, mit dem hervorragenden 9. Schlussrang „Overall“, für das Spitzenresultat. Er kam mit der Spitzengruppe ins Ziel, welche mit einer Wahnsinns-Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h die 102 km und 1200 Hm absolviert hat. Ebenso konnte Michael Riehle im „Race 3“ mit einem Top Ten Platz, in seiner Alterskategorie glänzen. Er belegte in der „Senioren 3 Klasse“ den ausgezeichneten 7. Rang.

DT Swiss Mitarbeiter Jan im Hauptfeld

Im „Race 2“ fuhr Sandra Bösiger bei den Frauen auf den unglaublich guten 4. Rang. Das war eine herausragende Leistung, welche dank einer starken Form von Sandra und einem Weltklasse Edelhelfer in Form von ihrem Ehemann erreicht werden konnte. Der Spitzenfahrer bei den Herren im „Race 2“ war im 46. Rang Tino Selent.

DT Swiss Mitarbeiter bei der Berner Rundfahrt

Remo Heutschi bewies im „Race 1“ einmal mehr seine Klasse und fuhr in den starken 5. Rang. Er verfehlte das Podest nur um läppische 0,02 Sekunden. Keep on training Remo, nächstes Jahr winkt der Sieg!

DT Swiss Mitarbeiter Remo bei der Berner Rundfahrt

Das aller Wichtigste und somit der grösste Erfolg an diesem Tag war jedoch, dass alle gestarteten DT Swiss Teilnehmer das Ziel erreicht haben und dies ohne Sturzverletzungen.

Für mich war es trotz einem sehr harten Rennen, welches alles von mir abverlangte, ein rundum erfolgreicher Renntag, welcher in positiver Erinnerung bleiben wird. Am besten hat mir sowieso das gemeinsame „DT Swiss Team-Bier“ nach dem Zieleinlauf gefallen. Leider habe ich bis heute keine Ahnung wer dieses spendiert hat. So oder so, danke vielmals dafür, denn das ist mein favorisierter Weg, um die Erholung zu starten.

Hoffentlich bis nächstes Jahr!

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